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Dominikanische Laiengemeinschaft Fraternität St. Johannes von Köln



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Dominic entrusts us with his freedom. It is the freedom to do new things, to speak openly, the respond to missions. It is the freedom of those who, as Paul said, ´have not received the spirit of slavery to live in fear, but the spirit of sonship.´
Sermon for the opening of the General Chapter Bologna 13th July 1998
Timothy Radcliffe O.P.




Gebet, Studium und Predigt - Was sind Laiendominikaner?
Seit dem 13. Jahrhundert haben Gemeinschaften von Laien ihren Platz im Predigerorden. Die erste Regel stammt aus dem Jahr 1284 und geht auf den damaligen Generalmagister des Ordens, Munio de Zamora, zurück. Ihre Gemeinschaften waren traditionell bekannt als ´Dritter Orden´.
Dominikanische Laien leben nicht in klösterlicher Gemeinschaft und legen keine Gelübde ab, sondern sie verpflichten sich durch Versprechen zu einem christlichen Lebensstil, der sich vom Geist der Seligpreisungen durchdringen läßt.
Als Mitglieder des Ordens sind sie auf ihre Weise Träger seiner apostolischen Sendung in Gebet, Studium und Predigt.
Wie Dominikus, Katharina von Siena und viele andere Brüder und Schwestern, die das Leben des Ordens und der Kirche beispielhaft geprägt haben, finden sie Kraft in der geschwisterlichen Gemeinschaft, die sie vor allem darin bestärkt, ihren eigenen Glauben zu bezeugen, die Probleme und Bedürfnisse der Menschen von heute wahrzunehmen und die Wahrheit sichtbar werden zu lassen.
Mit den heute drängenden Aufgaben des Apostolats der Kirche setzen sie sich engagiert auseinander. Besonders fühlen sie sich gedrängt, den Menschen in ihren Ängsten in entgegenkommender Geschwisterlichkeit zu begegnen, sich für die Sache der Freiheit einzusetzen und Gerechtigkeit und Frieden zu fördern.
Vom Charisma des Ordens geprägt wissen sie, daß ihre apostolische Tätigkeit aus der Tiefe geistlicher Erfahrung entspringen muß.
(Aus der Regel der Dominikanischen Gemeinschaften)




Wie wird man Laiendominikaner?
Gebet, Studium, Predigt - wer seine Berufung zum christlichen Leben in der Welt an diesen Prioritäten ausrichten möchte, findet in der dominikanischen Gemeinschaft geistige und geistliche Orientierung sowie Gelegenheit, eigene Begabungen fruchtbar zu machen. Jede Gemeinschaft genießt geistliche Begleitung durch eine Dominikanerin oder einen Dominikaner aus dem klösterlichen Zweig der familia dominicana.
Die Aufnahme in den Orden vollzieht sich auch für Laien in mehreren Schritten:
Einer wenigstens halbjährigen Probezeit folgt die Aufnahme ins Einführungsjahr. Danach werden zeitliche Versprechen für ein oder drei Jahre abgelegt. Erst dann können ewige Versprechen zu einer Bindung an den Orden auf Lebenszeit führen.
Die ´Profess´ der Laien gilt nicht allein der lokalen Fraternität, sondern auch dem Ordensmeister:
Ad honorem Dei omnipotentis Patris et Filii et Spiritus Sancti,
et beatae Mariae Virginis et sancti Dominici,
ego N.N., coram vobis:
N.N., Priore huius Fraternitatis
et N.N., Adsistente,
vice Magistri Ordinis Fratrum Praedicatorum,
promitto me velle vivere secundum Regulam
Laicorum sancti Dominici
per triennium (vel: usque ad mortem).

Die Laien haben Teil am Apostolat des Ordens. Ihre Versprechen sind keine ´Privatangelegenheit´. Wer sie ablegt, dem wird das Evangelium überreicht mit den Worten:
Accipite Evangelium Pacis quod sit in corde tuo et in ore tuo,
ut moribus tuis ipsum testificans
et fideliter annuntians,
sal terrae et lux mundi efficiaris,
ad honorem quidem Dei et animarum salutem.


Lesen Sie hier bald:


Was tun Laiendominikanerinnen und Laiendominikaner in der Gemeinschaft St. Johannes von Köln?


Der vergessene kölner Heilige - Wer war Johannes von Köln?

Johannes Heer wurde am Anfang des 16. Jahrhunderts in Köln geboren und trat dort in das Dominikanerkloster Heilig Kreuz ein. Seine Oberen schickten ihn zur Zeit der Glaubensspaltung nach Holland, wo er über 20 Jahre in der Pfarrei in Hoornar als Priester tätig war.

Im Juni 1572 besetzte eine calvinistische Abteilung Gorkum. Johannes, der heimlich in der Stadt weilte, wurde mit anderen Ordensleuten und Priestern festgenommen. Man brachte sie nach Brielle an der Maas. In Verhören bot man ihnen die Freiheit an, wenn sie ihrem Glauben abschwörten und die Gegenwart Christi im Altarsakrament und den Primat des Papstes leugneten. Sie aber blieben standhaft und ertrugen die grausamen Folterungen.

In der Nacht zum 9. Juli 1572 wurde Johannes mit seinen Gefährten, elf Franziskanern, zwei Prämonstratensern, einem Augustiner und vier Weltpriestern, in einer Scheune bei Brielle erhängt. Papst Pius IX. sprach
die Märtyrer von Gorkum am 29. Juni 1867 heilig

Anläßlich der Aufnahme der ersten Schwestern und Brüder in die Gemeinschaft St. Johannes von Köln am 14. September 2000 stiftete der damalige Prior des Konventes Heilig Kreuz, P. Michael M. Dillmann OP, der Gemeinschaft eine Reliquie des hl. Johannes.
Durch eine Schenkung der Familie Bettels konnte die Reliquienkapsel im Jahr 2004 in den Fuß eines Holzkreuzes eingesetzt werden.


Gebet zum hl. Johannes von Köln
Herr, unser Gott, du hast uns in den heiligen Märtyrern Johannes von Köln und seinen Gefährten ein strahlendes Vorbild des Glaubens und der Tapferkeit geschenkt. Laß uns durch ihre Predigt und ihr Beispiel den Anfechtungen dieser Welt mutig widerstehen und den wahren Glauben unerschütterlich bekennen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.




Letztes Update 5.4.2005

St. Johannes von Köln
St. Johannes von Köln
Märtyrer von Gorkum - 9. Juli 1572
Märtyrer von Gorkum - 9. Juli 1572